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| Inspiration

Werkstoffe neu kombiniert

Mit Glas und Geflecht, Silber und Holz

Diana Stegmann & Frank Meurer – Glas und Geflecht, Silber und Holz

Das Glas ist durchscheinend dünn und fragil. Zart schmiegen sich die Geflechte von Diana Stegmann ein in die Glasgefäße von Frank Meurer. Der Umgang mit den beiden Materialien und die Formensprache der Objekte fesseln den Blick. In der eigenen Glashütte fertigt Frank Meurer seine Glasobjekte. Der gesamte Herstellungsprozess, vom ersten Entwurf bis zur Nachbearbeitung erfolgt in der Werkstatt und unter eigener Regie.

„In dieser Arbeit ist die Verbindung der Materialien Glas und Weide vereint, ohne eines in den Vordergrund zu heben“, sagt Diana Stegmann. „Glas & Geflecht ist eine Einheit, trotz und gerade wegen der Gegensätzlichkeiten in Materialität und Haptik. Die entstandenen Objekte bieten uns viele Möglichkeiten mit der Funktionalität und Formensprache zu arbeiten.“

Die klare Gestaltung und die handwerkliche Perfektion sind den beiden Künstlern sehr wichtig. „Es erfordert das stetige Erspüren der Materialmöglichkeiten in unseren beiden Gewerken. Sie sind der Ausgangspunkt für neue Objekte und Gestaltungsideen, die oft einen fließenden Übergang von Angewandter zu Freier Kunst für uns darstellen.“

 

www.diana-stegmann.de
www.f-meurer.de

Foto: Frank Meurer
Interview und Text: Anja Theßenvitz

Stefanie Ricuto - Silber und Holz

Die Oberflächen der Schmuckstücke sind glatt und schimmern wie dunkler Bernstein „Der Stil ist die Kunst des Weglassens“, sagt Stefanie Ricuto. „Ich habe schon immer gerne mit Holz gearbeitet. Alles begann mit einem Gartenstuhl aus Eiche, der im Osterfeuer verbrannt werden sollte. Ich habe ihn mir gleich gesichert und später die Stuhlbeine mit meiner Kreissäge zersägt. Das Ergebnis war überraschend: die Schnittstelle war glatt, jung und schön.“

Beim Schneiden mit hohen Drehzahlen tritt an der Schnittstelle Gerbsäure aus und verbrennt. Anders als beim langsamen Schneiden in der Holzverarbeitung oder beim Handsägen. Diese Verfärbung ist gleichzeitig eine Versiegelung. Sie schützt das Holz vor Feuchtigkeit. „So kam ich auf die Idee, diese schönen Stücke zu Ringen zu verarbeiten. Dazu verwende ich verschiedene Intarsien wie Steine, die ich an der Ostsee finde, in kleinen Schmuckläden, in antiken Ketten auf Floh- und Weihnachtsmärkten.“ Oftmals bringen Menschen ein Erinnerungsstück, eine schöne Perle oder eine Münze, die einen neuen Rahmen erhalten sollen. Alle Schmuckstücke werden aus einheimischen Harthölzern wie zum Beispiel Eiche oder Birne handgefertigt. Jedes für sich genommen ist ein Unikat und somit eine kleine Kostbarkeit.

 

www.ricutodesign.de

Foto und Text: Anja Theßenvitz

 

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